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Februar
1992 |
|
So
02.02.1992
18.00 Uhr
Ausstellungseröffnung |
None
Eberhardt
Wesen, Gestalten und Drachenschweine
Auf weißer Seidenlandschaft leuchtet ein wildes Getümmel von
Getieren in seiner ganzen Farbenpracht. Fabelwesen und Vogeldrachen
begegnen sich, Ur-, Sau und Fantasierer erzählen ihre ganz eigenen
Geschichten in kraftvoller Schönheit und bunt-bewegter Farbigkeit.
None Eberhardts Seidenmalerei entführt in eine phantastische Welt
ohne Grenzen. „Malen, das mache ich eigentlich schon immer“, so der
Kommentar der Künstlerin, die als Mitglied der Kinder der Sonne am
gleichen Abend auch als Musikerin und Schauspielerin auftreten wird.
Eine Verkaufsausstellung bis zum 23. Februar. |
So
02.02.1992
20.00 Uhr
Frauen-Kabarett |
Kinder
der Sonne
Als kurzfristig angekündigtes Ersatzprogramm begeisterten die
„Kinder der Sonne“ im vergangenen Oktober das Publikum im Glashaus.
Nun kommen die drei Frauen wieder und zeigen ihr hemmungsloses
Nummernprogramm – eine Show ohne Unterschied zwischen Klamauk und
Tiefsinn, Lachen und Schreien, ein Revolutionstheater nach dem Motto
„Dirndl Ohne Hirndl“, ein Dreikanttheater in trinitätischer Dreifalt
– Straßentheater mit Liedern, Tänzen und Texten, die auf bayrisch,
schwäbisch, englisch, französisch, deutsch und russisch vorgetragen
werden. Eintritt: 10,- / erm. 8,- DM |
Di
11.02.1992
20.00 Uhr
Satire-Lesung |
Winfried
Bornemann
„Briefmarken“
Winfried Bornemann gehört zur ersten Garde deutscher Spaßmacher. Der
Bestseller-Autor nervt mit seinen Juxbriefen Behörden, Amtsträger
und berühmte Leute. Die toternsten Antworten sind zum Totlachen.
„Ein Eulenspiegel der Literatur“, so tituliert ihn die „Zeit“. Die
unfreiwillige Komik von Bornemanns „Briefmarken“ verspricht einen
kurzweiligen, amüsanten und Zwerchfell massierenden Abend. Eintritt:
10,- / erm. 8,- DM |
Sa
22.02.1992
15.00 Uhr
Kindertheater |
Lollipop
„Die Traumreise“
Lollipop aus Berlin war im letzten Jahr mit ihrem Stück „Haifischeis
für alle“ eins der erfolgreichsten Kindertheater im Glashaus. Mit
Spielwitz und Spiellaune erobern sie die Herzen des kleinen und
großen Publikum im Sturm. „ Die Traumreise“ ist ein neues Abenteuer
mit Pepita Sonntag und Möckernbrücke, eine Show voller Komik, Musik
und Tanz, in der die Kinder direkt angesprochen werden und
mitspielen können. Für Groß und Klein ab 5 Jahren.
Kartenvorbestellung wird empfohlen. Eintritt für alle 6,- DM
|
Sa
22.02.1992
20.00 Uhr
Theater-Performance |
Benito
Gutmacher
„Bu$iness Bu$iness“
Nach dem „Schrei des Körpers“, mit dem Benito Gutmacher weltweit
große Erfolge gefeiert hat, kommt der argentinische Schauspieler mit
einer „Ein Mann“ Comic-Musical Theater –Performance in das Glashaus.
Mit Witz und Humor wird das Schicksal eines rasanten Top-Managers
erzählt, die wunderbare Auferstehung eines verlorenen. Als Komiker,
Tänzer, Sänger, Pantomime und Verwandlungskünstler zieht Benito
Gutmacher alle Register seiner Darstellungskunst, die direkt unter
die Haut geht. Eintritt: 10,- / erm. 8,- DM |
Sa
29.02.1992
20.00 Uhr
Kabarett |
Duo
Stechpalme
„Ich bin eine Frau, die weiß … was er will!“
Das Bremer Kabarett bringt eine amüsante Revue mit Szenen und
Liedern aus dem Liebes-, Ehe- und Familienleben. Christiane Palm und
Marcel Hoffmeister gehen den Irren und Wirrungen der
Geschlechterbeziehung nach. Die neue starke Frau verliebt sich nicht
mehr idiotisch, nein, als wilde Mischung von femme fatal und
Karrierefrau pacht sie alles mutig an – bis zur totalen
Selbstaufgabe erfolgreich. Ein Liebesleben zwischen Frauenglück und
Männerschmerz!. Eintritt:10,- / erm. 8,- DM |
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März 1992 |
So
01.03.1992
20.00 Uhr
Ausstellungseröffnung |
Claude
Laurion, Bärbel Grabowski
„Pinseldialoge“
Pinseldialoge, das ist für Claude Laurion und Bärbel Grabowski
(Hildesheim) eine Zeremonie, die auf die Unmittelbarkeit und
Gegenwärtigkeit des Augenblicks setzt. Ihre Bilder sind reduzierte
graphische Zeichen, die dem Zufall und dem Eigenleben des Materials
ebenso viel Platz lassen, wie der bewussten malerischen Antwort auf
die Geste des Partners. Diese von der japanischen Kalligraphie
angeregte Malzeremonie kann von den Besuchern am Eröffnungsabend
selbst ausprobiert werden. Anschließend lädt Claude Laurion zu einem
Improvisations-Konzert mit Saxophon und chinesischem Gong ein. Die
Ausstellung bleibt bis zum 22. März geöffnet. |
Sa
07.03.1992
16.00 Uhr
Kindertheater |
Compagnia Rhein und Ruhr
„Hätte Miss Piggi den Froschkönig geküsst…“
Zwei Clowns spielen das Märchen vom Froschkönig – aber jeder auf
seine Weise. Immer wieder unterbrechen sie das Spiel, denn jeder
will das Schönste, Größte und Stärkste sein. Außerdem ist es schwer,
den anderen von seinen Ideen zu überzeugen, und es gibt immer wieder
neue Möglichkeiten, dem Spiel eine andere Richtung zu geben. Die
Clowns erleben die Konflikte, die im „Froschkönig“ erzählt werden –
das Märchen wird für sie ein lebendiges Spiel. Für Kinder ab 4
Jahren. Eintritt für alle 5,- DM |
Do
19.03.1992
20.00 Uhr
Konzert |
Diane
Ponzio
Im letzten Jahr begeisterte Diane Ponzio
Mit ihrem Auftritt im Glashaus Presse und Publikum gleichermaßen.
Nur weil sie regelmäßig von der Frankfurter Musikmesse nach
Deutschland eingeladen wird, ist es möglich, dass die New Yorker
Musikerin auch nach Derneburg kommt. Gitarre und Gesang verschmelzen
bei Diane Ponzio zu einer homogenen Einheit, sie verarbeitet in
ihren selbst geschriebenen Stücken Einflüsse des Jazz, Blues, Folk,
Rock & Roll und Reggae. Ihre Songs erzählen Geschichten aus New York
und vermitteln ein großes Stück amerikanischer Lebensweise und
Kultur. Immer noch ein Geheimtip?Eintritt: 10,- / 8,- DM |
Do
26.03.1992
20.00 Uhr
Maskenperformance |
Ateliergruppe Schema
„Vor der Verwandlung“
Wie wollen Sie jemandem eine Rose erklären, der keine Rose kennt?“ –
Dieses Problem beschäftigt die Ateliergruppe Schema in ihrer
Maskenperformance, die etwas zeigen will, was eigentlich nicht
zeigbar ist. Die Maskenfiguren sind Objekte der Erinnerung,
Projektionsfläche für den freien Flug und freien Fall der Gedanken.
„Ohne Worte weiß ich alles“, so das Credo von Uwe Herbst und
Bernhard Hillringhaus (Hannover), die von Ellen Kienhort
(Hildesheim) auf dem Cello begleitet werden. Eintritt: 10,- / erm.
8,- DM |
Fr
27.03.1992
20.00 Uhr
Ausstellungseröffnung |
Maria
Eggers
Ob Efeu oder Hagebutten, Brombeeren, Schilf, Federn, Artischocken,
Moose oder Muscheln, Maria Eggers bringt alles zusammen und formt
wundervolle Objekte, die man früher vielleicht einmal Blumensträuße
genannt hat. Ihre Blumen und Pflanzengebilde – üppig drapiert und
sparsam dekoriert – sind ein Paradies für Leute, die herkömmlichen
Blumenarrangements nicht mehr viel abgewinnen können. Als Ergänzung
zeigt das Studio 3 aus Hildesheim freie Fotoarbeiten. Die
Ausstellung bleibt bis zum 29. März geöffnet. |
Sa
28.03.1992
20.00 Uhr
Konzert |
Ellen
Kienhorst, Bruno Euen,
Thomas Österheld, Claude Laurion
Ähnlich wie die Ausstellung der „Pinseldialoge“ lebt die Musik der
vier Musiker aus Hildesheim von der Improvisation des Augenblicks,
der aber strukturelle Konzepte und Vereinbarungen zugrunde liegen.
Ihre experimentelle Musik ist voll von lyrischen und auch
melodischen Passagen – eine Musik, bei der die Ohren das Hören
lernen. Ellen Kienhorst (Cello), Bruno Euen (Klavier), Thomas
Österheld (Bassklarinette), Querflöte, Sopransaxophon) und Claude
Laurion (Bariton-, Sopransaxophon, Shakuhachi). Eintritt: 10,- erm.
8,- DM |
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April 1992 |
Fr
03.04.1992
20.00 Uhr
Ausstellungseröffnung |
Hans-Jürgen Schmejkal
In seiner neuen Ausstellung im Glashaus zeigt Hans-Jürgen Schmejkal
nicht nur, dass er auch mit dem Computer malen kann (auch diese
Bilder sind immer noch typische Schmejkals!), sondern auch, dass bei
ihm das Malen aus dem Bauch und aus dem Kopf kommt. Dabei entstehen
Bilder, die inneres Bewusstsein nach außen hin sichtbar machen,
Gegensätzliches verbinden und sowohl hintersinnige Feinheiten als
auch offene Grobheiten auf die Leinwand bannen. Geöffnet bis zum
26.April. |
So
05.04.1992
11.00 Uhr
Musikkabarett |
Jochen
Thielke
Mit entwaffnender und schelmischer Art und Weise versteht es Jochen
Thielke, das Alltägliche, den Trott, die Nöte und die Lichtblicke
einfangen, so dass der Zuhörer sich selbst wiedererkennt.
Melancholie wechselt ab mit Satire, Sozialkritisches steht neben
Fabeln, Chansons neben Kurzgeschichten und Humor neben lähmender
Betroffenheit. Jochen Thielke, ein Kabarettist erster Güte,
beherrscht die Kunst, mit wenigen Worten äußerst viel zu sagen.
Poetisches Musikkabarett am Sonntagmorgen im Glashaus. Eintritt:
10,- / erm. 8,- DM |
Sa
11.04.1992
16.00 Uhr
Theater |
DFG-Laienspielgruppe
„Weibermacht“
Der Schwank von T. Voikoski „Weibermacht“ zeigt typisches Leben auf
dem Land in Finnland und ist mit viel finnischem Humor angereichert.
Ins Deutsche übertragen und einstudiert wurde das Stück von der
Finnin Sisko Wille zusammen mit der Laienspielgruppe der
Deutsch-Finnischen Gesellschaft Niedersachsen. Eine der wenigen
Gelegenheiten, finnisches Theater hier in Deutschland zu erleben.
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13.00 bis
18.00 Uhr
Ausstellung |
Finnische Holzschnitz- und Webarbeiten
AliceSteger-Vartiainen stellt in finnischer Stil- und Formgebung aus
Kiefernholz Landschaftsbilder, Mobiles, Spielzeug, Dekor- und kleine
Gebrauchsgegentände her. Anne Wagner, ebenfalls Finnin, zeigt aus
Wolle gewebte Bilder, Teppiche, Wandbehänge und Transparentweberei
aus Leinen. Eine Verkaufsausstellung, die nur an diesem Samstag
gezeigt wird. |
Do
23.04.1992
20.00 Uhr
Konzert |
Modern
String Quartett
Eine Musik, die so außergewöhnlich klingt, dass sich die Ohren
wundern und die Augen aufgehen. Eine Kombination von Klassik und
Jazz für Kopf und Bauch, perfekt und spontan, witzig und ernst…
Gegensätze, die sich anziehen und zu einem einzigartigen
Klangerlebnis verschmelzen. Das Streichquartett aus München hat den
Swing im kleinen Finger, die ganze Jazzwelt im Kopf und den Schalk
im Nacken. Vielleicht haben Sie das Modern String Quartett schon
einmal gehört, auf einer Ihrer Tourneen mit Konstantin Wecker oder
Mercedes Sosa. Jetzt auch im Glashaus. Eintritt: 12,- / erm. 10,- DM |
Sa
25.04.1992
16.00 Uhr
Puppentheater |
Die
Wolkenschieber
„In einem Lande Felsenstein“
Großartige Kulisse, freche Charaktere, trockener Humor, mitreißende
Musik und poetisches Spiel, das zeichnet die Produktion des
Wolkenschieber- Theaters aus Hildesheim aus. In einem Lande
Felsenstein wohnen die Fowoppels, und Lilli soll Prinzessin werden,
obwohl sie viel lieber als Gärtnerin arbeiten würde. Dann bräuchte
sie auch nicht die 27 Prinzessinen-Regeln auswendig lernen, wie es
im großen Buch des Märchenerzählers geschrieben steht. Ein Theater
mit Puppen und Musik für Leute ab 5. Eintritt: 5,- DM |
Sa
25.04.1992
19.00 Uhr
Konzertlesung |
„Frühlingslieder – Frühlingstexte“
Frühling lässt sein blaues Band…, unter diesem Motto begrüßen Walter
Zibell mit Texten, Silke Glatzel-Jacobsen mit Gesang und Wiebke
Löffler mit ihrer Gitarre den Frühling im Derneburger Glashaus.
Ehrengast ist der Frühling, der zusammen mit den Vortragenden einen
heiter-besinnlichen Abend im Glashaus verspricht. Eintritt: 10,- /
erm. 8,- DM |
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Mai 1992 |
So
03.05.1992
19.00 Uhr
Ausstellungseröffnung |
Malerei,
Literatur und Musik
Aus El Salvador
An den zahllosen Veranstaltungen, die zum 500. Jahrestag der
Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus in der ganzen Welt
durchgeführt werden, beteiligt sich das Glashaus mit einem Abend, an
dem sich 3 Künstler vorstellen und einen Einblick in
südamerikanische Kultur vermitteln.
Augusto Crespin
Augusto Crespin aus El Salvador gehört zu der neuen Generation der
Maler Lateinamerikas, die ihren ganz eigenen Stil gefunden haben. Er
malt nicht die nackte Wahrheit der Armut und des Krieges, sondern
seine Arbeiten geben die Realität allegorisch und in Metaphern
wieder, wobei der Mensch bzw. die Landbevölkerung immer im
Mittelpunkt steht. Ohne Glorifizierung geht um Würde und
Verwundbarkeit dieser Menschen, die in ihrer Schönheit und ihrem
Leid dargestellt werden .Die Ausstellung bleibt bis zum 31.05.
geöffnet. |
So
03.05.1992
Lesung |
David
Hernandez
David Hernandez wurde 1955 in San Salvador geboren und leitete dort
zahlreiche politische und literarische Zeitungen und Zeitschriften.
Seit 1976 veröffentlicht er Bücher mit Gedichten und Erzählungen,
und 1990 ist sein Roman „Salvamuerte: Affären der Liebe und eines
kleinen Krieges“ bei dem lateinamerikanischen Wettbewerb „Valle
Inclan“ in Costa Rica ausgezeichnet worden. Aus diesem Roman, der
gerade in der deutschen Übersetzung erschienen ist, stellt David
Hernandez Auszüge vor. |
So
03.05.1992
Konzert |
Jose
Louis Gallardo
Seit 1985 ist der Argentinier Jose Louis Gallardo in Europa, um hier
sein Studium der Konzertgitarre und des Gesangs zu vervollständigen.
Zur Gitarre singt der Tenor. An diesem Abend von Carlos Guastavino,
Ginastera, Pablo Neruda und lateinamerikanische Folklore. |
Di
12.05.1992
20.00 Uhr
Theater |
Theater
Alt und Jung
„Herzliches Beileid“
Nach 6 Jahren Theaterarbeit mit alten, älteren und jungen Menschen
begann das Theater Alt und Jung das seltene Unterfangen, ein Stück
über Sterben und Tod zu entwerfen. Ausgangspunkt für die
Inszenierung „Herzliches Beileid“ sind die persönlichen Erfahrungen
der alten und jungen Schauspieler über ein Thema, das immer wieder
gemieden und verdrängt wird. „ Am Ende einer schwierigen
Erarbeitung, bei der die eigene Vergänglichkeit und die
Nahestehender zur Sprache gebracht wurde, standen Erleichterung,
Staunen und wieder gewonnene Lebendigkeit“, so das Programmheft.
Vielleicht ergeht es so auch den Zuschauern, die sich auf dieses
Thema einlassen. Eintritt: 10,- / erm. 8,- DM |
Sa
16.05.1992
16.00 Uhr
Kindertheater |
Die
Wolkenschieber und Theater Fata Morgana
„Der Weltenschummler“
Die Entdeckung Amerikas durch Columbus wurde von den beiden
Hildesheimer Theatergruppen zum Anlass genommen, eine Geschichte vom
Entdecken zum Anderssein für Kinder ab 5 Jahren zu schreiben und in
Szene zu setzen: Der Fischer Piet Palmström wagt sich auf das offene
Meer, um Ruhm, Ehre Reichtum zu erlangen. Die kleine Insel auf der
er landet, nimmt er sofort in Besitz. Aber dort wohnen bereits
Tumtrah Negalf und sein Freund, das Rüsselpüh, die sich über diesen
Besuch, der ihre Welt völlig durcheinanderbringt, sehr wundern. Eine
abenteuerliche Geschichte mit Figuren, Schauspiel und Musik.
Eintritt: 5,- DM |
Fr
29.05.1992
20.00 Uhr
Indische Musik |
Subroto
Roy Chowdhury und Asit Pal
Nach einem mitreißenden Konzert vor zwei Jahren kommt der indische
Sitarspieler Subroto Roy Chowdhury mit Asit Pal(Tabla) zum zweiten
Mal in das Glashaus. Chowdhury gehört zu den prominentesten
Sitarspielern Indiens. Er widmet sich der klassischen Raga-Struktur
des Dhrupad und gilt als progressiver Traditionalist, der uralte und
moderne Musikformen miteinander verbindet. Seine Improvisationen auf
der Sitar bestechen durch melodische Schönheit und Harmonie, mit
seinen zahlreichen Konzerten, Festivals, Vorträgen, Workshops,
Platten- und Rundfunkaufnahmen ist er in Indien und ganz Europa
bekannt und berühmt geworden. Eintritt: 12,- / erm. 10,- DM |
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Juni 1992 |
Do
04.06.1992
20.00 Uhr
Ausstellungseröffnung |
Grafik-Design
Drei Studenten des Studiengangs Grafik-Design der Fachhochschule
Hildesheim haben nicht nur Vorschläge für ein neues Emblem des
Glashauses entworfen, sondern stellen auch freie Grafikarbeiten aus.
Stefan Sauer zeigt Siebdrucke, die auf Zeichnungen basieren, Kerstin
Schulz stellt Radierungen zum Theaterstück „Die Möwe“ von Anton
Tschechow und Lithographien zum Thema Sport aus, und Johanna Smiatek
beschäftigt sich in ihren Radierungen und Siebdrucken mit
abstrakten Form- und Farbelementen. Geöffnet bis zum 28. Juni |
So
14.06.1992
11.00 Uhr
Matineekonzert |
Almanach
Rhythmische Tanzmelodien und Harmoniegesänge aus Südosteuropa am
Sonntagmorgen im Glashaus: Almanach , eine Gruppe von Musikern aus
Deutschland, Österreich, Jugoslawien und Ungarn, nimmt Sie mit auf
eine musikalische Entdeckungsreise und zeigt die Leichtigkeit der
Hochzeitstänze aus Armenien, erdverbundene Tänze aus Makedonien und
Griechenland, die Schärfe der Hirtentänze aus Rumänien,
traditionelle Bauerngesänge bulgarischer Chöre, neue
Gemeinschaftstänze aus Israel und die Tanzkulturen aus der Türkei.
Allein die Instrumentierung macht neugierig auf Almanach, die mit
Geige, Flöten, Klarinette, Drehleier, Dudelsack, Bouzuki, Tambura,
Gitarre, Kontrabaß, Percussion und Gesang in das Glashaus kommen.
Eintritt: 10,- / erm. 8,- DM |
Sa
27.06.1992
20.00 Uhr
Sommerparty mit Livemusik und Disco |
Special
Guest: Argile und African heat
Die zweite Tanznacht im Glashaus wird diesmal von der Gruppe Agile
begleitet, die afrikanische Rhythmen mit europäischen Rock- und
Jazzelementen verbindet. Unüberhörbare Spielfreude macht Argile zu
einem mitreißenden Live-Erlebnis mit unbeschwertem dynamischem
Instrumentalgroove und monoton-rituellen Gesangspassagen aus Mali,
die in ekstatischen Trommelschlachten enden. Argile, das sind Barry
Sangare (Gesang, Djembe N,goni), Dieter Weber, pals (Flöte), Gert
Kilian (Balaphon, Congas), Robert Hofmann (Gitarre, Bass) und
Werdner Treiber (Schlagzeug, Vibraphon). Weltmusik vom Feinsten, bei
der der Körper fast von allein tanzt. Eintritt: 10,- DM |
So
28.06.1992
16.00 Uhr
Musikalisches Kindertheater |
Ulf und
Zwulf
„Stadtabenteuer“
Ulf und Zwulf sind Freunde, obwohl sie völlig verschieden sind: Ulf
das ist der Ausgeschlafene und Unternehmungslustige, Zwulf ist
dagegen ein Träumer und etwas langsam. Ihre Reise durch die Stadt
ist ein buntes Abenteuer voller Musik zum Mitsingen und Mitspielen,
mit lustigen Kinderliedern und Liedern zum Lautsein, Stillsein und
Wildsein. Die Top-Hits für Kids gibt es inzwischen auch schon auf LP
und MC. Für Kinder ab 5 Jahren. Eintritt: 5,- DM |
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Juli 1992 |
Sa
04.07.1992
19.00 Uhr
Ausstellungseröffnung |
Hans-Joachim Bruhn
In noch einer intakt scheinenden mecklenburgischen Weite malt Hans
Joachim Bruhn aus Schwerin Oasen und Ruhepole, idyllisch anmutende
Gegenwelten zu einer äußeren Welt der wüsten Hektik und der
zementierten Werte. Da gibt es zweisam Einsame in märchenhaften
Landschaften, Häuser in Mecklenburg, deren Dächer sich den Wellen
des Meeres angepasst haben, eine ins Ungewisse ziehende Bahnlinie
und noch viel mehr Bilder, die alle eine seltsame Melancholie und
tiefe Konzentration ausstrahlen. Die Ausstellung bleibt bis zum 26.
Juli geöffnet. |
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August 1992 |
Fr
07.08.1992
20.00 Uhr
Ausstellungseröffnung
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„Frauen
im Glashaus“
Gina Gass
Mit der Ausstellung von Gina Gass wird eine Reihe eröffnet, die von
August 1992 bis August 1993 zwölf Künstlerinnen in
Einzelausstellungen im Glashaus vorstellt. Zu dem Projekt „Frauen im
Glashaus“, das vom Niedersächsischen Frauenministerium gefördert
wird, erscheint ein umfangreicher Katalog, in dem jede Künstlerin
mit einer Farbbildung und Texten zu ihren Arbeiten vertreten ist.
Gina Gass 1946 in Köln geboren, lebte bis 1984 in der ehemaligen
DDR, reiste dann in den Westen aus und wohnte und arbeitet seitdem
in Hannover. Ihre Bilder leben im Wesentlichen von der Farbe. Eine
abstrakte Grundkonstruktion wird durch die Betonung Und Übermalung
so verdichtet, dass sich daraus Gestalten und Figuren entwickeln.
Die bühnenhaften Szenen sind voll lyrisch-poetischer Momente, in
denen „ferne Traum- und Erinnerungsgestalten“ aus dem Selbstgespräch
von Farbe und Linie herausgewachsen sind. Die Ausstellung bleibt bis
zum 30. August geöffnet. |
So
23.08.1992
16.00 Uhr
Kindertheater |
Die
Fusselbande
„Der Mond ist doch kein Pfannkuchen“
Die Fusselbande aus Göttingen, das ist spritziges Clownstheater für
Kinder ab 4 Jahren . Pollenda Pusteblume hat einen Traum: Sie will
einmal zum Mond fliegen. Der hungrige Fussel und der ängstliche
Fernando kommen mit. Doch bevor die drei von der Fusselbande zum
Mond gelangen, gibt es häufig Ablenkungen, die sie auf ganz andere
Spielgedanken bringen. Unter Mithilfe der Kinder gelingt die
Mondreise dann doch endlich. Eintritt: 5,- DM für Groß und Klein. |
So
23.08.1992
20.00 Uhr
Stepptanz |
Ginger &
Ginger
„Mal gut Kirschen essen“
Ginger & Ginger, das ist das singende Stepduo und das steppende
Gesangsduo, bei dem Fred nicht fehlt. Helga Beulshausen und Ilse
Timmer führen ihr Publikum mit einer gehörigen Portion Selbstironie
durch eine turbulente Revue voll Gesang und Tanz. „Unter den Pinien
von Argentinien“ verlieben sich Ginger & Ginger zweistimmig, als
Charly Chaplin machen sie Fred Astaire Konkurrenz und frei nach
Heinz Erhard wird auf urkomische Weise die tragische Geschichte
einer Made zum Besten gegeben. Mit Ginger & Ginger ist gut Kirschen
essen am Sonntagabend im Glashaus für 12,- DM oder erm. 10,- DM |
Fr 28.
08.1992
20.00 Uhr
Chanson |
Christiane Mueller
„Lieder von ungeschliffenem Charme und ohne Rockklischees“, so
schreibt die Taz über die Sängerin und Schauspielerin Christiane
Müller, die über die Unfähigkeit der Menschen zur Liebe, über Angst
und Anonymität in den großen Städten und Rollenverhalten singt.
Chritiane Müller hat alles, was eine gute Sängerin auszeichnet:
Stimme, Gefühl, Ideen und einen ausgezeichneten Musiker, Michael
Berger, der sie am Klavier begleitet. Chanson, Rock, Blues, Balladen
– stilistisch setzt sich Christiane Müller keine Grenzen. Nach
Auftritten bei verschiedenen Festivals, in Musikclubs, Theatern und
im Rundfunk und Fernsehen (nicht zu vergessen der Kleinkunstpreis in
Rheine 1991) nun auch im Glashaus. Eintritt: 12,- / erm. 10,- DM |
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September
1992 |
Sa
05.09.1992
19.00 Uhr
Ausstellungseröffnung |
„Frauen
im Glashaus“
Elke Marie Lennartz
Die Ausstellungsreihe „Frauen im Glashaus“, bei der sich 12
Künstlerinnen innerhalb eines Jahres im Glashaus vorstellen, wird
diesen Monat mit der Hildesheimerin Elke Maria Lennartz fortgesetzt.
Elke Maria Lennartz geht von der Faszination sich zersetzender
Materialien wie Holz, Papier oder Eisen aus. Ihr Thema ist die
Vergänglichkeit, das sie in ihrem Rost-Bitumen-Arbeiten am
konsequentesten vorangetrieben hat. Dabei geht es nicht mehr um das
Abbilden des Verfallsprozesses, sondern der Prozess wird selbst zur
Grundlage des Gestaltung. Zu der Ausstellungsreihe erscheint ein
Katalog, der für 10,- DM im Cafe im Glashaus zu beziehen ist. Die
Ausstellung bleibt bis zum 27. September geöffnet. |
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Niedersächsische Musiktage 1992 |
Das
Motto der diesjährigen Niedersächsischen
Musiktage steht im Zeichen des
Kolumbus-Jahres und der Musik aus Spanien und Lateinamerika. Mit 65
Konzerten sind die Niedersächsischen Musiktage, eine Initiative der
Niedersächsischen Sparkassenstiftung, das größte Musikfestival
zwischen Ems und Elbe. In Zusammenarbeit mit der Kreissparkasse
Hildesheim finden in diesem Rahmen am 12. und am 22. September zwei
hochrangige Konzerte im Glashaus statt. |
Sa
12.09.1992
20.00 Uhr
Konzert |
Julia
Goldstein-Manz, Christoph Marks,
Klavier/Cello
Innerhalb der Niedersachsischen Musiktage kommt mit dem Duo Julia
Goldstein-Marks (Cello) virtuose spanische Kammermusik in das
Glashaus. Auf dem Programm stehen Werke der Spanier Granados, de
Falla und Cassado, sowie ein Stück des Basken Maurice Ravel, des
Russen Igor Stravinsky und die zweite Cellosonate von Johannes
Brahms. Die in Moskau geborene Pianistin Julia Goldstein-Manz hat in
Hannover bei Karl-Heinz Kämmerling studiert und bereits viele Preise
bei internationalen Wettbewerben errungen. Christoph Marks ist
erster Solo-Cellist der Radiophilharmonie Hannover des NDR und
Mitglied des Londoner Gaudier Ensembles. Eintritt: 12,- / erm. 6,-
DM |
Sa
19.09.1992
20.00 Uhr
Konzert |
John
Whitelaw
Cembalo
„Einer der größten zeitgenössischen Cembalisten“, so der
französische Figarro über John Whitelaw, dessen perfekte Musikalität
und stilistische Vielfalt ihn in der ganzen Welt bekannt gemacht
haben. Seit 1972 lebt der gebürtige Amerikaner John Whitelaw in
Europa, wo er seit 1983 am Konservatorium von Grand in Belgien als
Professor für Cembalo lehrt. Zahlreiche internationale
Auszeichnungen, Rundfunk und Plattenaufnahmen beweisen das
außergewöhnliche Talent von John Whitelaw, der im Glashaus u.a.
Werke von Scarlatti, Rameau und Bach spielen wird. Eintritt: 12,- /
erm. 10,- DM |
Di 22.
09.1992
20.00 Uhr
Konzert |
Juan
Martin
Flamenco Gitarre
Das zweite Konzert innerhalb der Niedersächsischen Musiktage gibt
der Spanier Juan Martin, der mit seinem Programm, die „Andalusische
Suite“, ein abwechslungsreiches und reizvolles Bild der
andalusischen Kulturlandschaft vorstellt, in dem er mit der Flamenco
Gitarre das Temperament und die Melancholie spanischer Musik
aufblitzen lässt. Juan Martin gilt nicht nur als einer der
bedeutendsten Flamenco Gitarrenspieler unserer Zeit, auch als
Komponist hat er sich einen Namen gemacht. Es gelingt ihm in
ganz besonderer Weise, die traditionellen Ausdrucksweisen mit einer
zeitgenössischen Musiksprache zu verbinden, die das Überlieferte neu
und unverbraucht erscheinen lässt.
Eintritt: 12,- / erm. 6,- DM |
25.-30.
September 1992
Theater |
Europäisches Mime und Körpertheater Festival im Glashaus
Das Glashaus und das „Theater Bleichgesicheter“ veranstalten vom 25.
– 30. Sept. das „ Europäische Mimefestival im Glashaus“. Zu diesem
Festival erscheint ein gesondertes Programmheft, das Sie unter
Tel.05062/26 65 anfordern können. Neben den Veranstaltungen bieten
die beteiligten Gruppen Seminare und Workshops zum Körper- und
Bewegungstheater an. |
Fr
25.09.1992
20.30 Uhr |
Birgit
Widowski „IQ“
Beweglichkeit, Körperbeherrschung und die Hingabe an die Musik
unterschiedlichster Stile führen bei Birgit Widowski aus Düsseldorf
zu einem Tanz-Theater voller Intensität, bei dem sie in einem Dialog
zwischen Text und Tanz ihre innersten Gefühle nach außen kehrt. Das
neueste Stück von Birgit Widowski „IQ“ zeigt keine Geschichte,
sondern ist Zustand, Situation und Erleben unterschiedlichster
menschlicher Gefühle und Energien, Betroffen und fasziniert wandert
der Blick der Zuschauer in das eigene Innere und die eigene
Geschichte. „IQ, das ist der Weg ins Selbst, bei dem der Körper und
die Seele sich enthüllt. |
Sa.
26.09.1992
Doppelvorstellung
19.00 Uhr
Theater |
Theater
atitüd „Zebra“
„Zebra“, das ist ein
Fußgängertheaterprojekt von Will Spoor (Amsterdam) mit dem Theater
Atitüd aus Berlin. Die Spieler bilden eine lange Schlange, die sich
wie ein unendliches, sich verknotendes und wieder lösendes Band im
Zickzack um das Glashaus und seine Umgebung zieht. Ein Band, das aus
Menschen besteht, die sich nicht kennen, die einander auf Abstand
folgen. Sie singen und sie spielen. Manchmal allein, manchmal wie im
Chor. Ein wahrhaftiges Abenteuer, sowohl für die Spieler als auch
für das Publikum, das am Sonntag mit der Inszenierung „Würfel“
fortgesetzt wird. |
Sa.
26.09.1992
20.30 Uhr
Theater |
Bleichgesichter
„Kopfsprünge“
Gerd Zietlow und Diego Leon vom Theater „Bleichgesichter“ aus
Hannover stehen für eine Synthese von Körper- und Sprachausdruck,
bei der beide Theaterformen sich aus der Starre ihrer Konventionen
lösen und zu einem lebendigen und frischen Theater verschmelzen. Die
Vorpremiere ihres Stückes „Kopfsprünge oder die Eier des Kolumbus“
handelt von der Suche nach dem Paradies. „Ein Fußabdruck im Sand.
Ein rostiger Öleimer. Es stinkt nach Fisch. Wer hat das Schiff
gesteuert, als Kolumbus kotzend in seiner Koje lag? Eine neue Zeit
ist angebrochen. Die Erde ist keine Scheibe mehr, und die Herrin
dreht sich um die Dienstmagd“, so der Autor Wolfram Hänel aus
Hannover zu seinem eigens für die Bleichgesichter geschriebenen
Stück. |
So
27.09.1992
19.00 Uhr
Doppelvorstellung |
Theater
atitüd „Würfel“
Das Arbeitsprinzip des Theaters atitüd unter der Leitung von Martina
Leeker aus Berlin ist so einfach wie wirkungsvoll: Jeder
Schauspieler entwickelt für sich einen vollständigen Charakter, der
etwas Besonderes während der Aufführung beizutragen hat. In der
Improvisation wird dann nach Berührungspunkten,
Zusammenspielmöglichkeiten und Konfliktsituationen gesucht. Diese
werden vor dem Publikum fortgesetzt, wobei die Handlungen und Texte
immer mehr verfeinert werden. Keine Aufführung gleicht deshalb der
anderen. Die Emotionen verändern sich konstant, 6 Spieler bilden den
„Würfel“, und jeder begegnet allen und alle begegnen jedem
Einzelnen. |
| 20.30 Uhr |
Christfried Peters
„Sinfonische Dichtung“
Pantomime, Maske, Mime-Pur & Ferdi, das ist Christfried Peters von
der Werkstätte Bewegungstheater aus Stuttgart. Eine goldene Geige
liegt auf der Bühne – mutterselenallein. Sie wird eine Rolle
spielen, immer wieder. Ferdi entdeckt sie. Und sie führt durch das
Programm „Sinfonische Dichtung“. Mit diesem pantomimischen Programm
geht Christfried Peters neue Wege. Er bricht die klassische
Formenstrenge der Pantomime zugunsten der variablen Ausdrucksform
auf. Abschied vom Klischee des weißen Gesichts. Pantomime als Suche
nach der Essenz der Dinge. Bewegung als Affirmation des Lebens
|
Mo
28.09.1992
20.30 Uhr
Theater |
Karin
Chen
„Passion“
Karin Chen, Mitarbeiterin des legendären Griftheater Amsterdam,
holte sich im Scapino Ballett ihren tänzerischen Feinschliff,
gestaltete mit Hermann von Veen ein Kindermusical und eine
Fernsehserie und entwickelte in 6 Soloprogrammen ihren ganz eigenen
Stil, der sich auch zur Zusammenarbeit mit Cees Brandt und Shusaku
Takeushi animierte. Karin Chen hat dabei ihren Weg der Stilisierung
des Ausdrucks durch Umsetzung von Gefühlen in Körperbewegung und
Mime konsequent weiterverfolgt, um den wahren Gehalt ihrer Stücke
transparent zu machen. In ihrem Stück „Passion“ entwickelt sie auf
der nahezu leeren Bühne eine fiktive Welt aus fühlbaren Bewegtheiten
und symbolischen Bewegungen mit außerordentlicher körperlicher und
geistiger Präzision in Ausdruck und Mime. |
Di
29.09.1992
20.30 Uhr
Theater |
Lindforsa Theater
„Varite Noll“
Drei Frauen sind nur dunkel im schwach flackernden Licht zu
erkennen. Das Licht brennt sehr niedrig, und sie haben schon eine
lange Zeit gewartet. Die Tänzerin streckt ihre Arme, sie versucht zu
fliegen, stöhnt, fällt vornüber, zittert, fällt in Trance. Ihr
Körper wird von elektrischen Schlägen in Zuckungen versetzt, sie
schreit vor Schmerz und bricht auf dem Boden zusammen, atemlos und
paralysiert. „Variete Noll“ ist eine lange innere Reise und wie das
Erwachen aus einem Traum. Es spielen und tanzen Lena Dahl, Berit
Petersson und Marie Petersson vom Lindforsa Theater aus Schweden
unter der Leitung von Leif Martin Petersson. |
| Mi
30.09.1992
|
Theater
Agora
„V-W“
Ausgehend von Karl Valentins Einakter „Das Christbaumbrettl“ und der
Musik von Tom Waits lässt das Theater Agora aus Belgien mit dem
Stück „V-W“ ein Bilderbogen von groteskem Unterhaltungswert
entstehen. Ein vorweihnachtliches Familienidyll skurriler
Besinnlichkeit. Vater, Mutter und Sohn: die kaputte Familie, und der
Ofen zieht auch nicht mehr. Berührungspunkte gibt es – selten. Sie
bringen das ganze Desaster erst recht zum Vorschein. Der Kaminkehrer
ein Eindringling, polarisiert das Geschehen mal in die eine, mal in
die andere Richtung. Am Ende verschwindet er, wahrscheinlich im
Kamin. Es spielen Ina Beimbauer, Martin Lürwer, Kurt Pothen und
Roland Schumacher unter der Regie von Marcel Cremer |
| |
Eintrittspreise: 12,- / 10, DM für die Einzelveranstaltungen, 15,-
/ 12,- DM für die Doppelveranstaltungen, Veranstaltungsabo für alle
Vorstellungen: 64,- DM |
|
Oktober 1992 |
Do
01.10.1992
19.00 Uhr
Eröffnung des Festivals und der Ausstellung von Gülsen Erdogan |
3.
Deutsch-Türkische Kulturfestival
In Anwesenheit des Schirmherren Landrat
Friedrich Deike und des türkischen General-Konsuls Resat Gürün wird
das 3. Deutsch-Türkische Kulturfestival im Glashaus eröffnet. Im
Anschluß spielt die Gruppe „Almanach und Freunde“ Lieder vom Balkan,
rhythmische Tanzmelodien und Harmoniegesänge aus Südosteuropa. Die
Ausstellung wird von der Türkin Gülsen Erdogan aus Ankara gestaltet,
die Frauenakte zeigt, in denen die Farbe dominiert und zum
Stimmungsträger für eine kraftvolle Körperlichkeit voll Bewegung
wird. Der malerische Eigenwert der Formen und Farben betont die
abstrakte Grundeinstellung der Künstlerin, die über das körperliche
Abbild der reinen Malerei zustrebt. |
Fr
02.10.1992
20.00 Uhr
Konzert |
Dieter
Kindler
„Adam, Eva & Co“
Der Liedermacher Dieter Kindler fängt im wahrsten Sinn des Wortes
bei Adam und Eva an. Der bekannt und temperamentvolle Pastor aus
Winsen thematisiert in seinen Liedern Bibelepisoden, in denen so
moderne Themen wie Aggressivität, Oberflächlichkeit oder
Rücksichtslosigkeit ebenso wie Hoffnung, Liebe und Träumereien zur
Sprache kommen. Das Programm wird von dem Hamburger Gitarristen
Klaus Lünzmann mit gestaltet, der instrumentale Titel auf der 6- und
12-saitigen Gitarre spielt. Eintritt 12,- / erm. 10,- DM |
Fr
09.10.1992
20.00 Uhr
Orientalischer Tanz |
Helene
Eriksen
„Tänze der Turkvölker“
Die Türken gehören zur großen Familie der Turkvölker, zu der auch
die Usbeken, Azerbajdzaner, Turkmenen, Kirgisen, die Kaschkai im
Iran und auch das Volke der Uiguren in West-China zu zählen sind.
Die Tanzethnologin Helene Eriksen präsentierti n ihrem Programm die
Schönheit und Ausdrucksstärke der Tänze der Turkvölker, unterstützt
von zahlreichen Informationen und Diaeinblendungen. Eintritt: 12,- /
erm. 10,- DM |
10./11.10.1992
Workshop
„Orientalischer Tanz“ |
Am Samstag
den 10. und Sonntag den 11. Oktober wird in Zusammenarbeit mit dem
Forum für Kunst und Kultur in Holle extra 3 ein Workshop mit Helene
Eriksen über orientalische Tänze aus der Türkei angeboten. Es werden
sowohl türkische Reihentänze als auch die Solotänze mit Citelli und
Karsilama Rhythmus unterrichtet. Samstag und Sonntag von 11-13 Uhr
und 14-16 Uhr. Kosten 150,- DM Anmeldung bei der Gemeinde Holle, Tel
05062/2665 |
Fr
16.10.1992
20.00 Uhr
Videofilme |
„Fremdbilder“
Aus dem Wettbewerb Fremdbilder der Film- und Video Cooparative
Hannover, der unter dem Motto „Ausländer sehen Deutsche – Deutsche
sehen Ausländer“ stand, werden an diesem Abend 5 Kurzfilme
vorgestellt, darunter der erste Preisträger „Alle woll’n se leben“
und zwei Beiträge aus Hildesheim. Eintritt: 6,- DM |
So
18.10.1992
16.00 Uhr
Kinderlesung |
Heike
Ellermann
„Ein Brief in der Kapuzinerkresse“
In der Geschichte von Heike Ellermann, Trägerin des Oldenburgischen
Kinder- und Jugendbuchpreises, suchen 5 Kinder mit Hilfe von
versteckten Briefen einen Schatz. Der türkische Brief aus dem
Lebensmittelladen ist schwer zu entziffern, es gelingt aber mit
Hilfe der Kinder, die auch deutsche und türkische Lieder gemeinsam
singen werden. Nach der Lesung wird die Suche nach dem Schatz vor
dem Glashaus fortgesetzt. Eintritt: 5,- DM |
Fr
23.10.1992
20.00 Uhr
Diavortrag |
Dietmar
Samel
„Von Istanbul an die türkische Ägäis“
Dietmar Samel aus Braunschweig bereist seit 30 Jahren die Länder
„Rund um das Mittelmeer“. Istanbul, die Welt und Millionenstadt am
Bosporus, die auf zwei Kontinenten liegt, wird ausführlich
vorgestellt. Weiter geht es in dem Vortrag über Bursa in die
Westtürkei nach Pergamon, Ephesus, Priene, Milet, Didyma und
Kusadasi. Es sind auch alte Fotos aus dem Jahr 1962 zu sehen, denen
Aufnahmen von heute gegenübergestellt werden. Eintritt: 5,- DM |
Sa
24.10.1992
20.00 Uhr
Pantomime und Tanz |
Gabriel
Sapciyan
„Ein Clown packt aus“
Das Programm des Türken Gabriel Sapciyan beinhaltet Pantomime,
Imitation, Tanz und Theater. Mit unglaublicher Ausdrucksfähigkeit
und schneller Verwandlungskunst übersetzt er nicht nur komische und
traurige Zustände, sondern auch Angst, Liebe, Hoffnung und
Enttäuschung in die stumme Kunstform. Nach internationalen
Auftritten als Solotänzer, Choreograph, Balettmeister und
Trainingsleiter unterrichtet G. Sapciyan zur Zeit an seiner eigenen
Balettschule in Herford. Eintritt: 12,- / erm. 10,- DM |
Sa
31.10.1992
16.00 Uhr
Kinderzirkus |
Kinderzirkus
MiMa
In einem kleinen Zirkuszelt, das vor dem Glashaus aufgebaut wird,
gestaltet der Kinderzirkus MiMa mit Kindern und Jugendlichen
zwischen 11 und 22 Jahren ein Programm mit artistischen Einlagen,
Clownerie, Zauberei und Joglage, das mit dem unverwechselbaren
Charme von Unprofessionalität geboten wird. Im Anschluss an die
Aufführung können die kleinen Zuschauer das Geschehene in einer
Spielaktion selber ausprobieren. Eintritt: 5,- DM |
|
November 1992 |
Mi
04.11.1992
20.00 Uhr
Folkkonzert |
Thomas
Loeffke & Ian Melrose feat. Peter Jack
Das deutsch schottische Trio ist einer der wichtigsten Vertreter
keltisch beeinflusster Neuer Musik. Thomas Löfflke (Harfe), Ian
Melrose (Gitarre,Gesang) und Peter Jack (Bass) spielen ebenso
Eigenkompositionen wie Bearbeitungen irischer Traditionals und
bestechen durch den faszinierenden Klang der Harfe, den vielfältigen
harmonischen Möglichkeiten der Gitarre, den einfühlsamen melodischen
Linien des Basses und nicht zuletzt durch die unverwechselbare
Stimme des Schotten Ian Melrose.Eintritt: 12,- / erm. 10,- DM |
Do
05.11.1992
19.30 Uhr
Ausstellungseröffnung |
„Frauen
im Glashaus“
Bärbel More
Die farbenfrohen Bildwelten von Bärbel More schaffen
lichtvoll-heitere Stimmungen, Schwebezustände zwischen Realität und
Poesie. Aus den die Rahmen sprengenden Collagen und den fragilen
Objekten spricht eine unbändige Freude an Farbe, Form und Material,
eine unmittelbare Gestaltung, die die sich dem Einleben des
Materials überlässt und das Experiment und den Zufall mit
einbezieht. Eine Ausstellung in der Reihe „Frauen im Glashaus“
(Katalog: 10,- DM). Geöffnet bis zum 29. November. |
Fr
06.11.1992
20.00 Uhr
Ausstellungseröffnung |
Hartmut
Reckow, Pavle Kovacevic, Rolf Duwe, Jürgen Kochinke „Schmuck,
Wohnaccessoires und Bilder“
Wie im letzten Jahr stellen die
Metalldesigner aus Holle ihre Arbeiten in einer Verkaufsausstellung
im Glashaus aus. Gelegenheit, die neuesten Schmuckunikate von
Hartmut Reckow und Pavle Kovacevic, die Schalen und Vasen von Rolf
Duwe und die Bilder von Jürgen Kochinke nicht nur zu bewundern… bis
zum 15. November geöffnet. |
Do
19.11.1992
20.00 Uhr
Konzert |
Duo No
Frontiers
Musik aus Zimbabwe
Im Mittelpunkt dieses außergewöhnlichen Konzerts steht die
traditionelle Musik von Tafaneyi Gweshe aus Zimbabwe, dessen Gesang
sich auf’s Feinste mit dem Klang der Mbira, eine Art Daumenklavier
im runden Klangkörper einer Kalebasse, verbindet. Die europäische
Flöte von Ida Böhler, gespielt in afrikanischer Technik, webt sich
in diesen Klangteppich ein, rotiert und kreist im Innern und Äußern
der Musik, die die Tradition der Shonakultur wieder aufleben lässt.
Eintritt: 12,- / erm. 10,- DM |
So
22.11.1992
16.00 Uhr
Kindertheater |
Widu-theater
„Jede Menge Müll…“
Hans-Otto-Karl-Friedrich Schmidt ist Müllmann. Seit fast 25 Jahren
leert er die Mülltonnen in der Stadt. Eines Tages passiert ein
ungewöhnlicher Unfall. Er gerät in die Tiefen des Mülls und entdeckt
dort, dass der Abfall nicht nur aus leeren Joghurtbechern besteht,
sondern lebt… Eine neue Produktion des widu-theaters aus Oldenburg
für Kinder und Erwachsenen ab 5 Jahren. Eintritt: 5,- DM
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Dezember 1992 |
Di
01.12.1992
11.00 Uhr
Kindertheater |
Futschikato
„Die blöde Ziege“
Die Geschichte von „Tischlein deck dich, Goldesel und Knüppel aus
dem Sack“ ist die Grundlage für das märchenhafte Stück „Die blöde
Ziege“ des Futschikato-Theaters aus Göttingen. Antonello Futschikato
spielt und erzählt die bekannte Geschichte kurzweilig, heiter,
spannend, besinnlich und vor allem mit viel Musik für Kinder ab 4
Jahren. Zur Erinnerung: Ein armer Schneider jagt seine drei Söhne
aus dem Haus, weil er sich von ihnen hintergangen fühlt und der
Ziege mehr glaubt als seinen Söhnen. Doch damit tut er ihnen bitter
Unrecht. Denn er merkt bald, dass die blöde Ziege alle hinters Licht
geführt hat. Eintritt: 5,- DM für Groß und Klein |
Fr
04.12.1992
19.00 Uhr
Lesung mit viel Musik |
Literaturzirkel der Theatergruppe
Salzgitter-Bad
Der Literaturzirkel der Theatergruppe Salzgitter-Bad besteht seit
1977 und beinhaltete zunächst Theaterautoren und
Literaturinteressierte, die bei der Stückeauswahl berieten. Sehr
bald vergrößerte sich der Kreis, und es kamen auch lyrische und
epische Autoren dazu, mit denen 1991 der Band „Über Brücken geht der
Weg“ veröffentlicht wurde. Mit der Begleitung durch Flötenmusik
lesen an diesem Abend Renate Treisch Kurzgeschichten, Hans-Harry
Lampe Lyrik im Parlando-Stil und Heinz Fenner heitere Lyrik.
Eintritt: 6,- /erm. 5,- DM |
So
06.12.1992
11.00 Uhr
Ausstellungseröffnung |
Heike
Bürger-Ellermann
„Bilder“
Das Thema von Heike Bürger-Ellermann aus Oldenburg ist die
Landschaft, die in ihren Strukturen aufgelöst wird, so dass der
Malprozeß mit seinen Schichten, Strichen und Kratzern sichtbar wird.
Die Farben lassen erdige Felder und weite Himmel erahnen und
vermitteln endlose Weite, Schwerelosigkeit, eine Stimmung, wie sie
z.B. von einem langen Spaziergang im Wind hervorgerufen wird. Eine
Ausstellung im Rahmen der Reihe „Frauen im Glashaus“. Katalog: 10,-
DM. Geöffnet bis zum 27.12.1992 |
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