Unendliche Welten im Glashaus
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Das Glashaus geht in sein 22. Veranstaltungsjahr
Das Glashaus – unendliche Vielfalt. Wir schreiben das Jahr 2010.
Dies sind die Abenteuer des Kultur- und Veranstaltungszentrums in
Derneburg, das mit seiner Besatzung seit 22 Jahren unterwegs ist, um
kulturelle Welten zu erforschen, die nie ein Mensch zuvor gesehen
hat.
Eintrag des Leiters Martin Ganzkow in das Logbuch des Glashauses:
„Nach einer harten Winterpause beginnt das Kulturprogramm des
Glashauses mit der Ausstellung „Malerei und Skulptur“ am 7. März
2010 um 11.00 Uhr. Die Programmhefte sind gedruckt und verteilt. Der
Newsletter wurde termingerecht verschickt.“

Manchmal gleicht das Glashaus wirklich einem Raumschiff, dass durch
die Dunkelheit rauscht: Von oben trommelt der Regen auf das Glasdach
und innen tanzen wild gewordene Bakterien über die schwarze Bühne.
Während die Welt draußen immer dunkler und unheimlicher wird, wärmen
drinnen Musik und Gesang die Herzen der Zuschauer. Nur eins bleibt
gewiss: nach Ende der Vorstellung muss jeder wieder durch die
Dunkelheit und Kälte nach Hause zurück.
Kultur als sinnlicher Genuss, Erlebnisse bei denen das Herz höher
schlägt, ausgelassenes und fröhliches Gelächter und tosender Applaus
– das sind die Zutaten für ein Programm, das bis zu den Herzen der
Zuschauer dringt und als schöne Erinnerung immer vorhanden bleibt.
Kultur, kein Fach wie die Mathematik, ist immer auch ein Experiment
mit ungewissem Ausgang. Wer live auf der Bühne steht, weiß vorher
nicht, wie die Sache ausgehen wird. Wer im Zuschauerraum sitzt,
lässt sich auf unbekannte Welten ein, die sich vor ihm aufbauen.
Wird der Abend gut oder eine Enttäuschung? Im besten Fall passiert
mehr, als man erwartet hat.
Der Erfolg des Glashauses liegt zum einen an den attraktiven
Inhalten, zum anderen an dem schönen Äußeren. Hunderte von Jahren
prägten Mönche diesen Ort, Laves und Münster schufen einen
Landschaftspark und die Gemeinde Holle restaurierte das verfallene
Glashaus. An so einem Ort fühlt sich fast jeder wohl, entspannt und
genießt. Nicht zuletzt die eingeladenen Künstler, die unter solchen
Bedingungen zur Hochform auflaufen.
Am 24. März kommen die Autoren Uwe Janssen und Imre Grimm, bekannt
aus der Wochenendbeilage „Der 7te Tag“ der Hildesheimer Allgemeinen
Zeitung. Sie beschäftigen sich in ihrer Aktivlesung wortreich mit
den Auswüchsen des Zeitgeistes. Am 26. März erwartet die Besucher
galaktischer Kehlkopfgesang des Trios „Seeda“ - traditionelle
mongolische Musik in Verbindung mit orientalischen Elementen. Am 12.
März ist Tibet zu Gast: Rund um das Buch „Ihr habt die Gewehre, ich
einen Stift“ von Tserin Woeser berichtet Ulrich Delius über die
aktuelle Lage des unterdrückten Volkes aus dem Himalaja.
Zeitgemäß ist das Raumschiff Glashaus auch mit Internet, Fax und
Telefon ausgerüstet. Wer mehr über das Programm erfahren möchte,
sich die Inhalte auf Papier oder elektronisch zusenden lassen will,
der wendet sich an: www.glashauskultur.de, Tel. 05062/2665 oder Fax:
05062/9084-29.
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